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Von HIKE zu TRIP: anfang. im ThExCast

ThEx innovativ -

18. September 2026

Luisa und Janek vom Startup anfang mit Melanie im ThEx Cast

Ein Startup, das sich einem Thema widmet, über das viele Menschen nur ungern sprechen: anfang. entwickelt einen digitalen Trauerbegleiter, der Menschen nach einem Verlust Orientierung, Halt und Unterstützung bieten soll.

Im ThExCast von Melanie Friedrichs, Digitalagentur Thüringen | ThEx Wirtschaft 4.0, erzählen Janek Voos und Luisa Otto von anfang., wie sie ihr Gründungsvorhaben entwickelt haben und welche Rolle das Thüringer Startup-Ökosystem dabei gespielt hat.

Ihr Weg führte sie vom HIKE-Inkubator in Nordhausen weiter zu TRIP. Im Podcast sprechen sie darüber, warum sie sich für den Accelerator beworben haben, welche Erfahrungen sie in der TRIP Class gemacht haben und warum neben Workshops und Geschäftsmodellentwicklung vor allem die Menschen und das Netzwerk für sie wichtig waren.
 

Melanie: Vielleicht können Sie für alle, die die App noch gar nicht kennen, ganz kurz ein paar Grundsätze der App erklären und beschreiben.

Luisa: Der Hauptfokus ist, dass wir uns in unserer Trauer nicht einsam fühlen. Viele Trauernde kennen genau dieses Gefühl: Mir passiert gerade etwas Schlimmes. Warum passiert das genau mir? Und irgendwie bin ich damit allein. Auch wenn ich einen großen Freundeskreis und eine sehr unterstützende Familie habe, heißt das nicht, dass die Leute direkt wissen, was gerade in mir vorgeht.
 

Zur Webseite von anfang.
Credits STIFT Thomas Mueller

Da haben wir gelernt, dass es ein sehr großes und schweres Gefühl ist, damit allein zu sein. Deswegen haben wir versucht, alles, was aktuell in der Trauerbegleitung gut funktioniert, ins Digitale und vor allem niedrigschwelliger zu übersetzen.

Dabei ist der Anker vor allem, dass wir sagen: Okay, es müssen sich Leute miteinander austauschen, die wissen, wie es ist. Deswegen versuchen wir, diese Peer-Support-Gruppen quasi ins Digitale zu übersetzen. Unterstützt wird das aber trotzdem weiterhin durch Module, also Videos, Audiodateien und Texte rund um Trauer und Trauerbegleitung. Sodass man trotzdem erfährt: Okay, was passiert gerade mit mir? Was geht in mir vor?

Dann haben wir weitere Möglichkeiten zur Reflexion. Wir haben einen Erinnerungsraum, der belebbar ist und auch mit anderen geteilt werden kann. Da können Lieder, Videos und Fotos gesammelt werden – für sich allein oder eben mit dem Umfeld. Genau, und ganz viel drumherum. Also, wir haben echt so ein bisschen versucht, alles, was gut funktioniert, zu übernehmen oder eben weiterzudenken, wie es gerade vielleicht auch zeitgemäß ist. […]

Melanie: Sie waren Teil der TRIP Class  und darüber möchte ich jetzt gerne auch noch einmal mit Ihnen sprechen – über diese Erfahrungen. Wie sind Sie eigentlich dazu gekommen, sich dafür zu bewerben?

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Janek: Also, bei uns war es so, dass TRIP an der Hochschule schon sehr präsent war. Wir hatten mehrere Berührungspunkte mit dem Team – auch schon während unserer Begleitung bei HIKE und konnten sie kennenlernen und auch ihr Programm schon kennenlernen. Das war dann das übergeordnete Ziel in unserer Vision: dass wir gerne irgendwann, wenn wir mit HIKE das Gefühl haben, wir sind damit jetzt irgendwie fertig und haben den Schritt geschafft, zu TRIP gehen und dort den nächsten Sprung vom Sprungbrett machen. Das war dann das Ziel, das wir uns gesetzt haben, und auch der Grund, warum wir uns beworben haben.

Melanie: Können Sie gerne noch einmal ein bisschen von diesem Durchlauf erzählen? Was ist Ihnen da begegnet? Wen haben Sie kennengelernt? Was hat Ihnen vielleicht auch am meisten geholfen?

Luisa: Ich glaube, das war eine super intensive Zeit für uns und wir durften wahnsinnig viel lernen – auf unserem gesamten Weg bisher, aber eben auch im letzten halben Jahr bei TRIP. Es war trotzdem auch irgendwie ein Stück weit Überwindung, uns am Anfang zu bewerben, weil wir wussten, was für Teams mitmachen und welche Innovationen hinter TRIP stecken. Das hat uns am Anfang auch ein bisschen Angst gemacht.

Das mussten wir erst einmal ein bisschen überwinden. Dann wurden wir so gut aufgenommen, haben so tolles Feedback bekommen und durften in dieser TRIP Class mit so vielen anderen tollen Teams wachsen. Das war wahnsinnig toll!

Und wir wurden einfach super begleitet von wirklich vielen Expert. Gerade was die Geschäftsmodellentwicklung noch einmal anging, haben wir wirklich viel mit auf den Weg bekommen und konnten von sehr viel Wissen und Input profitieren.

Janek: Das ist am Ende eine sehr bunte Mischung. Man durchläuft trotzdem so einen Zyklus, bei dem wir erst auf Strategie und Geschäftsmodell, Vertrieb, aber auch auf Investor:innen und Finanzierung geschaut haben. Dann geht man noch einmal ins Team rein. Ich fand es dahingehend sehr spannend und die Menschen, die da waren, wirklich sehr hilfsbereit und herzlich.

Zum Beispiel war auch Karin Rabe von der bm|t mit dabei, die über Investor:innen und Finanzierungen gesprochen hat und die wir bis heute fragen, wenn wir bei dem Thema Finanzierung bzw. beim Thema Investor:innen anecken, welchen Rat sie für uns hat. Und genau das macht es irgendwie für uns sehr greifbar, offen und herzlich.

Melanie: Viele sagen ja auch, dass es häufig eben nicht nur die Workshops sind, sondern vor allem auch die Menschen, die man in diesem Zusammenhang kennenlernt. Und ich höre jetzt schon so heraus, dass das bei Ihnen auch eine sehr große Rolle gespielt hat, um das Netzwerk noch weiter zu vergrößern.

Luisa: Auf alle Fälle!

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Janek: Klar, man war ja auch über ein halbes Jahr fast jeden Monat, manchmal mehrmals, zusammen. Und da war erst einmal das Netzwerk natürlich von den Teilnehmer:innen her, die unglaublich spannende Dinge gemacht haben, wo man selbst dasaß und gedacht hat: „Krass!“ Bei manchen habe ich nur die Hälfte verstanden, weil es einfach sehr technisch ist. Aber das fand ich sehr spannend.

Und dann natürlich auch Menschen, die im Netzwerk für uns eine große Rolle in verschiedensten Bereichen eingenommen haben. Und ich glaube, da geht es auch über die Menschen, die im Programm waren, hinaus. Denn das ist das Schöne an Thüringen, dass alle vernetzt sind und es manchmal wie so ein kleines Dorf ist. Und der eine kennt den anderen und spricht ihn auch an. Wir hatten im Nachgang noch viele E-Mails bekommen: „Ich habe den und den getroffen, habe von euch erzählt und er macht das und er kennt den.

Das sind die Momente, wo man auch schmunzeln muss, wo man gemerkt hat: „Das ist das, was wir gerade brauchen, und das ist unser Netzwerk.“ Und das hat sehr gutgetan. 

[…]

Neugierig auf das ganze Gespräch?

Im ThExCast erzählen Janek und Luisa noch mehr über anfang., die Entwicklung ihres digitalen Trauerbegleiters und ihren bisherigen Weg als Startup.
 

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