Kontakt

Sie haben eine Frage? Kontaktieren Sie uns gern, wir antworten so schnell wie möglich.
Felder die mit * markiert sind, sind Pflichtfelder.

Allgemein
Adresse
Gründungsprämie
HWK relevant
Nachricht
Ich habe die Hinweise zum Datenschutz gelesen 

Sichtbar werden: So gelingt Social Media im Thüringer Handel

Social Media im Handel in Thüringen - Welche Plattformen passen am besten?

Rund 24 % aller Produkte und Dienstleistungen werden über soziale Medien vertrieben. Mit diesem Ergebnis aus der IHK-ibi-Handelsstudie 2024 zeigt sich deutlich, welche Rolle Social Media im Handel inzwischen spielt. Plattformen wie Instagram und Facebook zählen damit zu den wichtigsten Vertriebskanälen – direkt hinter dem stationären Ladengeschäft (85 %) und dem eigenen Onlineshop (43 %).

Besonders relevant für Unternehmen: 63 % der Händler:innen erwarten steigende Umsätze durch Social-Media-Marketing in den kommenden Jahren. Diese Entwicklung unterstreicht, dass soziale Netzwerke längst nicht mehr nur Kommunikationskanäle sind, sondern ein zentraler Baustein für digitalen Vertrieb und Kundengewinnung. Auf Social-Media-Kanälen aktiv zu sein, ist auch deshalb so relevant, weil Kund:innen dort häufig auf Produkte oder Angebote aufmerksam werden, ohne gezielt danach gesucht zu haben. Während klassische (KI-)Suchmaschinen meist erst genutzt werden, wenn bereits ein konkreter Bedarf besteht, schaffen soziale Netzwerke neue Kaufimpulse: Ein Beitrag, ein Video oder ein Blick hinter die Kulissen kann Interesse wecken und dazu führen, dass ein Produkt überhaupt erst wahrgenommen wird.

Wichtig dabei: Erfolg entsteht selten über Nacht. Wer regelmäßig sichtbar bleibt, Inhalte testet und langfristig dranbleibt, wird häufig belohnt. Gerade für kleine Unternehmen ist Kontinuität oft wichtiger als aufwendige Kampagnen.

Mit diesen Inhalten macht ihr euer Unternehmen sichtbar

Aufwendige Kampagnen braucht es für erfolgreiches Social Media übrigens nicht. Oft genügen klare, authentische Einblicke in den Unternehmensalltag. Dazu gehören Neuigkeiten wie Veränderungen im Team oder besondere Ereignisse eures Unternehmens. Spannend sind auch kurze Einblicke in Abläufe, Herstellungsprozesse oder Projekte hinter den Kulissen, also Einblicke, die die Kund:innen normalerweise nicht erhalten. Saisonale Themen, Aktionen, Hinweise auf Veranstaltungen oder Tipps für Kund:innen schaffen zusätzliche Nähe und machen euer Unternehmen greifbar.

Eine einfache Orientierung für die Themenplanung bietet dabei folgende Verteilung:

  • Rund 50 % der Inhalte sollten möglichst viele Menschen ansprechen und Themen behandeln, die für eure breite Zielgruppe relevant sind.
  • Etwa 30 % können gezielt eure Nische, besondere Fachthemen oder spezielle Angebote aufgreifen.
  • Weitere 10 % dürfen aktuelle Themen, Trends oder spontane Anlässe aufgreifen.
  • Die letzten 10 % können gezielt auf Angebote, Produkte oder konkrete Kaufimpulse aufmerksam machen.

Nicht nur offensichtliche Werbung kann verkaufen. Gerade persönliche Einblicke, hilfreiche Tipps oder authentische Geschichten wirken oft deutlich stärker als klassische Werbebeiträge.

Welche Plattform passt zu euch?

Nicht jede Plattform erreicht dieselben Zielgruppen. Zu den beliebtesten Social-Media-Plattformen im Handel gehört Instagram mit 66 % Nutzung an der Spitze. Direkt dahinter folgt Facebook mit 65 % und bleibt damit ein zentraler Kanal für Reichweite und Kundenkommunikation. Etwas geringer, aber dennoch relevant, ist die Nutzung von WhatsApp (36 %), insbesondere für schnelle Kundeninformationen oder Serviceanfragen. Ergänzend setzen Händler:innen auch auf weitere Plattformen wie TikTok oder X, um beispielweise jüngere Zielgruppen zu erreichen.

Häufig ist Instagram der sinnvollste Einstieg. Die Plattform ist leicht verständlich, visuell aufgebaut und eignet sich gut, um erste Erfahrungen zu sammeln. Wer dort regelmäßig Inhalte veröffentlicht und ein Gefühl für die eigene Zielgruppe entwickelt, kann später gezielt weitere Kanäle ergänzen.

Wie eine einfache Social-Media-Strategie entsteht

Damit Social Media nicht dem Zufall überlassen wird, hilft eine strukturierte Vorgehensweise. Am Anfang steht die Festlegung klarer Ziele: Soll die Bekanntheit steigen, sollen Kund:innen direkter informiert werden oder steht die Gewinnung von Mitarbeitenden im Vordergrund? Darauf aufbauen kann in wenigen Schritten eine passende Strategie genau für euren Bedarf entwickelt werden:

  • Zielgruppe bestimmen: Prüfen, wen ihr ansprechen möchtet und welche Bedürfnisse, Interessen oder Probleme diese Personen haben. Je genauer die Zielgruppe beschrieben ist, desto relevanter und wirkungsvoller werden die Inhalte.
  • Inhalte planen: Festlegen, welche Themen im Fokus stehen, welchen Mehrwert ihr bieten möchtet und wie oft ihr posten könnt. Auf dieser Basis entsteht ein Redaktionsplan, der regelmäßige, strukturierte und konsistente Kommunikation ermöglicht.
  • Mitbewerber analysieren: Beobachten, welche Social-Media-Plattformen andere Unternehmen der Branche nutzen und welche Inhalte dort erfolgreich sind.
  • Passende Plattformen auswählen: Entscheiden, welche Kanäle am besten zur Zielgruppe passen.
  • In den Marketing-Mix einbinden: Social Media sinnvoll mit Website, Blog, Newsletter oder weiteren Marketingmaßnahmen verknüpfen. So werden Reichweiten gebündelt, Inhalte gestärkt und Nutzer:innen gezielt weitergeführt.
  • Kennzahlen regelmäßig auswerten: Relevante Kennzahlen wie Reichweite, Interaktionen oder Follower-Entwicklung beobachten. Die Analyse zeigt, welche Maßnahmen funktionieren und wo Anpassungen sinnvoll sind.

Viele Follower allein sind kein Garant für Erfolg. Entscheidend ist nicht, wie groß eure Reichweite ist, sondern ob die richtigen Menschen erreicht werden. Eine kleinere, aktive Community bringt häufig mehr Anfragen, Verkäufe oder Bewerbungen als viele passive Follower.

Besonders wichtig ist deshalb die Interaktion. Kommentare, Rückfragen oder direkte Nachrichten sind oft der einfachste Einstieg in den sogenannten Sales Funnel – also den Weg vom ersten Kontakt bis zur konkreten Anfrage oder zum Kauf. Wer auf Kommentare reagiert, Fragen beantwortet und ins Gespräch kommt, baut Vertrauen auf und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass aus Interessierten später Kund:innen werden.

Was euch beim Forum Handeln 4.0 in Erfurt erwartet

Um erneut auf die eingangs erwähnte Handelsstudie zurück zu kommen: Sie zeigt zudem, dass viele kleine und mittlere Unternehmen einen hohen Weiterbildungsbedarf im Bereich Social Media haben – sowohl im Vertrieb als auch in der Kundenkommunikation. Hier setzt das Forum Handel 4.0 unter dem Motto „Mehr Likes. Mehr Leads. Mehr Handel!“ an und bietet praxisnahe Orientierung für Thüringer Unternehmen.


FORUM HANDEL 4 0 2026 1

Ihr bekommt verständliche Einblicke, praktische Beispiele und Unterstützung, um eure Social-Media-Strategie weiterzuentwickeln. Ihr erfahrt, welche Plattformen zu eurem Unternehmen passen, wie ihr Kund:innen erreicht und Social Media auch für die Gewinnung neuer Mitarbeitender nutzen könnt.

Diese Veranstaltung für den Handel wird in Kooperation mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Handel, der Industrie- und Handelskammer Erfurt, derIndustrie- und Handelskammer Südthüringen sowie Nucleus Jena - Reallabor Nahversorgung organisiert. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Zur Anmeldung bitte hier klicken.

Externer Link

Sie verlassen unsere Website. Wir können nicht für den Inhalt externer Websites verantwortlich gemacht werden.

Bestätigen