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Mutmacherin Imani Fee Hallein im Interview

Julia Merboth -

29. April 2026

Imani Fee Hallein 2

Imani Fee Hallein hat Produktdesign an der Bauhaus-Universität Weimar sowie am Pratt Institute New York studiert. Sie ist Designerin, Yogalehrerin und Gründerin der achtsamen Design Marke YOUNITE studio. Ihr erstes Produkt ist der innovative Meditationshocker „YOUNITE stool“, den sie in ihrer Werkstatt in Weimar von Hand fertigt. Im März 2026 hat sie gegründet und im März 2026 ihren Online-Shop eröffnet.

Du bist Designerin und baust Dir Deine Design Brand „YOUNITE studio“ auf, mit der Du gerade Dein erstes Produkt gelauncht hast. War es schon immer Dein Ziel, Designerin zu werden und Dich damit selbstständig zu machen?

Schon als Kind hatte ich einen sehr starken Willen, aber ich wusste nie genau, was ich beruflich machen möchte. Nach meinem Abitur an der Waldorfschule hatte ich keinen Plan. Eine Zeit lang wollte ich Medizin studieren, doch dafür hat mein NC nicht gereicht. Danach wollte ich Schauspiel studieren und habe dann erst einmal eine Yogalehrer*innen-Ausbildung gemacht. Durch die Yogalehrerausbildung habe ich mich intensiv mit meinen Wünschen und Fähigkeiten auseinandergesetzt. Das hat mich daran erinnert, dass es mir schon immer sehr viel Freude bereitet hat, etwas mit meinen Händen zu erschaffen. Das war mir lange gar nicht so klar, weil es für mich – vielleicht auch durch die vielen handwerklichen Fächer an der Waldorfschule – so selbstverständlich war. Als ich anfing, an der Bauhaus-Uni Produktdesign zu studieren, wusste ich bereits im ersten Semester, dass ich etwas Eigenes aufbauen möchte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich jedoch keine Ahnung, was das sein würde. Nach meinem Auslandssemester in New York begann ich dann meinen Weg in die Selbstständigkeit und gründete zwei Jahre später meine erste Firma „YOUNITE studio“.

Wie ist die Idee zu Deinem Meditationshocker entstanden und was macht den „YOUNITE stool“ aus?

YOUNITE stool

Die Idee entstand aus der Frage heraus, wie wir gesünder sitzen können. Dabei kam zunächst die Erkenntnis, dass Sitzen das neue Rauchen ist – also äußerst ungesund für den Körper. Also habe ich zuerst das Gegenteil vom Sitzen gemacht: Ich habe mich bewegt. So bin ich über die Yogapraxis zur sitzenden Meditation gekommen und habe festgestellt, dass viele Menschen in der westlichen Welt nie auf dem Boden sitzen – geschweige denn es können. Vielleicht kennst du das: Wenn dir nach längerem Sitzen auf dem Boden die Füße einschlafen oder du deine Wirbelsäule nicht richtig aufrichten kannst. Genau dafür habe ich den innovativen Meditationshocker designt und entwickelt. Durch seine erhöhte, federnde Bauweise aus Eschenholz kannst du deine Wirbelsäule wie von selbst aufrichten. Die federnde Struktur erzeugt zudem ein Gefühl der Leichtigkeit im Körper, sodass du dich ganz auf deine Meditation fokussieren kannst. Darüber hinaus ist der Hocker auch ein stiller Begleiter während deiner Yogapraxis oder darf als Designobjekt im Raum wirken.

Eine der besten Vorbereitungen ist und bleibt: EINFACH MACHEN.

Imani Fee Hallein

Von der Bauhaus Universität in die Selbstständigkeit – wie hast Du Dich auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet? Gibt es neben dem Mentoring Programm von ThEx FRAUENSACHE., an dem Du derzeit teilnimmst, weitere Programme oder Anlaufstellen, die Du nutzt oder genutzt hast?

Meine erste Anlaufstelle war die Gründungswerkstatt neudeli der Bauhaus Universität. Von dort aus hat sich mein Netzwerk stetig erweitert. Weimar wurde jedoch schnell zu klein, also habe ich meine Fühler in Richtung Erfurt ausgestreckt und dort über das ThEx neue Kontakte geknüpft. Eine der besten Vorbereitungen ist und bleibt: EINFACH MACHEN. Denn auf dem Weg in die Selbstständigkeit kommen so viele Dinge um die Ecke, auf die man oft gar nicht vorbereitet sein kann.

Wenn Du einen Blick in die Zukunft wirfst – welche Ideen und Ziele hast Du für Deine Marke „YOUNITE studio“ und Deine Selbstständigkeit?

Noch dieses Jahr möchte ich zwei bis drei weitere, kleinere Produkte auf den Markt bringen. Die Ideen dafür stehen bereits fest. Ich habe auch schon Ideen für eine weitere Gründung – aber eins nach dem anderen. Zuerst braucht YOUNITE Studio viel Zeit, Liebe und Fürsorge. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass es im YOUNITE-Universum ein regelmäßiges Angebot an angeleiteten Meditationen und Yoga geben wird. Mit den angeleiteten Meditationen habe ich bereits auf YouTube begonnen, als Nächstes folgt Yoga. Die Videos dafür stehen schon in den Startlöchern. Mal sehen, was als Nächstes kommt :) Ein weiteres Ziel ist der europäische und amerikanische Markt. Es bleibt also spannend :)

Hast Du einen Tipp für Studierende oder Frauen, die in Thüringen leben, und sich mit einer Business Idee selbstständig machen wollen?

Imani Fee Hallein 1

Schaut in eurer Umgebung oder an eurer Uni nach Gründungswerkstätten oder ähnlichen Angeboten, fast jede Universität hat dafür mittlerweile eine Anlaufstelle. Geht zu Netzwerkveranstaltungen, werdet auf LinkedIn und Instagram aktiv. Und manchmal kann ich mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, was ich in meiner Selbstständigkeit und auf dem Weg dorthin ohne KI gemacht hätte. Ein weiterer Tipp: Stillstand ist der Tod für deine Selbstständigkeit – also immer in Bewegung bleiben :) Oder gönn dir zwischendurch eine kurze Meditation für frische, fokussierte Gedanken und mehr Leichtigkeit.

YOUNITE stool 2
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